Färbermuseum

faerbermuseum.jpg Das Färberhandwerk ist im Mühlviertel seit etwa dem 17. Jahrhundert angesiedelt. Es erlebte seine Blüte mit dem Flachsanbau und den unzähligen häuslichen Leinenwebereien. Eines der bemerkenswertesten Baudenkmäler des Färbergewerbes dieser Zeit ist das Färberhaus in Gutau. Auffallend an diesem ländlichen Barockbau aus dem 17. Jahrhundert, dessen Grundrisse auf das 14. Jahrhundert zurückgehen, ist vor allem das große vorgezogene Schopfwalmdach. Die Giebelseite zeigt einen hölzernen "Gewandgang", der zur Belüftung des Trockenbodens diente. Typisch für das unter Denkmalschutz stehende Juwel früherer Baukunst ist das granitene Portal mit Oberlichte und seitlichen Steinbänken.

Foto des Teams der Färbermuseum-FührerInnen.

Im Erdgeschoß finden sich viele Winkel und gewölbte Räume. Den Wohnteil des Hauses zieren im Obergeschoß Fenster mit schweren eisernen Läden sowie an der Giebelfront kunstvoll geschmiedete Wabengitter. Das Färbergewerbe ist von der damaligen Besitzerin, Färbermeisterin Margarethe Krennbauer, in den musealen, wiederbelebten Räumen des Färberhauses noch bis zum Jahre 1968 ausgeübt worden. Zu sehen sind der Kesselraum mit dem Ziehbrunnen, die Küpe, wo die Leinwand im Indigobad gefärbt worden ist, der Mangelraum und die Farbkammer.

Öffnungszeiten:
Von 1. Mai bis 31. Oktober finden jeden Mittwoch um 10.00 und um 11.00 Uhr, jeden Freitag um 15.00 und 16.00 Uhr und jeden 1. Sonntag im Monat um 14.00 und um 15.00 Uhr Führungen statt.
Für Führungen ausserhalb der angeführten Zeiten (speziell auch für grössere Gruppen) kontaktieren Sie bitte:
Marktgemeindeamt Gutau, Fr.Regina Holl, Tel: +43 7946/6255 - 30.

Eintrittspreise:
Erwachsene: ..... Euro 2,50
Kinder/Schüler ... Euro 1,50
Senioren ............ Euro 2,00
Gruppen ab 10 Personen ............ Euro 2,00

Für Gruppen unter fünf Personen (außerhalb der Öffnungszeiten pro Führung) wird ein Pauschalbetrag von Euro 11,00 eingehoben!